Sie sanieren ein Haus oder eine Wohnung und möchten sie dabei intelligent machen? Gute Nachricht: KNX ist nicht dem Neubau vorbehalten. So gehen Sie es im Bestand an, ohne alles aufzureißen.
Kabel oder Funk: zwei ergänzende Ansätze
KNX gibt es in zwei Varianten. KNX-Kabel (TP) verlegt ein eigenes Buskabel: die robusteste Lösung, ideal wenn Wände offen sind. KNX-Funk (RF) kommuniziert drahtlos: perfekt dort, wo ein Kabel zu zerstörerisch wäre.
Im Bestand kombiniert man oft beides: Kabel in tiefgreifend sanierten Bereichen, Funk für einzelne Punkte (ein Rollladen, ein Taster) ohne Schlitze.
Drei Sanierungsszenarien
Die richtige Wahl hängt vor allem vom Umfang der Arbeiten ab.
- —Komplettsanierung: offene Wände, man verkabelt wie im Neubau. Maximales Potenzial.
- —Teilsanierung: man verkabelt die betroffenen Räume und ergänzt anderswo per Funk.
- —Leichte Auffrischung: alles per KNX-Funk, auf den prioritären Funktionen (Beleuchtung, Beschattung).
Der Fall Wohnung und Eigentümergemeinschaft
In der Wohnung führen die Vorgaben der Eigentümergemeinschaft und das Fehlen von Rohbauarbeiten oft zum Funk. Man zielt dann auf den Komfort mit dem höchsten Nutzwert: Beleuchtung, Beschattung und raumweise Heizung, mit einer diskreten und reversiblen Installation.
Budget und Etappen
Die Sanierung erlaubt ein schrittweises Vorgehen: klug verkabeln und die Funktionen mit der Zeit aktivieren. Das Budget hängt vom Umfang und vom Kabel-/Funk-Mix ab. Konkrete Anhaltspunkte finden Sie auf unserer Seite Preise & Budget.
In jedem Fall bleibt eine Diagnose vor Ort unerlässlich: sie bestimmt, was bei Ihnen wirklich möglich ist.