Seit seiner Einführung gilt Matter als der Standard, der das Smart Home vereinheitlichen soll. Da fragt man sich, ob KNX noch Sinn ergibt. Die kurze Antwort: ja – weil beide nicht dasselbe Ziel verfolgen.
Was Matter ist
Matter ist ein Interoperabilitätsstandard für Endkunden, getragen von den großen Tech-Konzernen. Er lässt handelsübliche vernetzte Geräte – Leuchtmittel, Steckdosen, Sensoren – miteinander kommunizieren, meist über WLAN oder Thread, und macht sie über einen gemeinsamen Assistenten steuerbar.
Sein Ziel ist es, dem Nutzer das Leben zu erleichtern, der Geräte einzeln kauft und in einer App vereinen möchte.
Was KNX ist
KNX ist ein Standard für die Gebäudeautomation, vor allem kabelgebunden, ausgelegt auf die Steuerung der Infrastruktur eines Hauses – Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Energie – integriert und langlebig. Es wird in der Planung eingebaut, hält Jahrzehnte und braucht keine Cloud.
Es geht also nicht ganz um dieselbe Ebene: hier das einzelne Gerät, dort die Anlage des Gebäudes.
Warum sie sich ergänzen
Man muss sich nicht entscheiden. Eine KNX-Anlage kann Matter-Geräte über ein Gateway einbinden, um ein einzelnes Endkunden-Produkt zu nutzen, ohne auf die Robustheit des kabelgebundenen Kerns zu verzichten.
- —KNX übernimmt die Infrastruktur: was zwanzig Jahre lang zuverlässig funktionieren muss.
- —Matter übernimmt das Zubehör: was man leicht ergänzt, umstellt oder ersetzt.
- —Ein Gateway verbindet beide Welten, wo es sinnvoll ist.
Unsere Empfehlung
Für den Kern eines Hauses, das Bestand haben soll, setzen wir auf KNX: seine Langlebigkeit und Unabhängigkeit von Clouds bleiben unerreicht. Matter ist eine gute Nachricht für das Ökosystem, und wir binden es ein, wenn es echten Mehrwert bringt – ohne es zur Wirbelsäule der Anlage zu machen.